Über die Notwendigkeit einer Maschenprobe

Bekanntlich stricke ich ja seit 9 Jahren und in all den Jahren kam ich ohne eine ordentliche Maschenprobe aus. (Nebenbei lernt das Handy neue Worte, dieser Beitrag wurde auf einer (natürlich verspäteten) Zugfahrt auf dem Handy geschrieben.)
Bislang habe ich meist die original Wolle der Anleitung verstrickt und glücklicherweise passte meine strickweise bislang immer zur Anleitung so dass ich dazu über ging immer gleich die große Maschenprobe zu stricken.
Ja, bis etwas (wie irgendwann zu erwarten war) schief ging.

Ich strickte der Mama der besten Freundin einen Pullover der ihr so gut gefallen hat. Kein Problem, hatte ich den Pullover doch schon für mich gestrickt (und für mich etwas angepasst) und sollte diesmal einfach nur die Anleitung befolgen. Tja, offenbar hatte ich beim zweiten Stricken die falsche Nadelstärke gewählt. Der Pullover war zu kurz und viel zu breit… Also nochmal aufgetrennt und nochmal gestrickt, dieses mal mit der passenden Nadelstärke, und voilà, der Pullover saß und machte die Mama der Freundin glücklich.

Zweites Beispiel: Einen Pullunder der eigentlich für mich gedacht war, passt jetzt hervorragend zur Freundin der Mama (zum Glück war der Pullunder genau in ihrer Lieblingsfarbe).

Nach mehreren solchen Zwischenfällen sehe ich mittlerweile die Notwendigkeit einer Maschenprobe auch wenn ich nach wie vor absolut keine Lust auf diesen Aufwand habe. Zum Glück braucht es beim Socken stricken keine Maschenprobe.

Nachdem ich neulich in Berlin tolle Leinenwolle erstanden habe, die leider so gar nicht zur Anleitung passen will die ich mir ausgesucht habe, muss ich jetzt wohl alles einmal durchrechnen. Und was brauche ich dazu?
Genau. Eine Maschenprobe!

Dies ist also meine aller erste Maschenprobe die ich nicht nur gestrickt habe (das kam tatsächlich schon 2-3 mal vor) sondern auch noch gewaschen habe.

Maschenprobe

Ich bin stolz auf mich und möchte Frau Schuh herzlich Grüßen die seit der ersten Zeile leugnen wird mich zu kennen und die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat.
Besser spät als nie mit der Maschenprobe anfangen 🙂

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Ein Kommentar zu “Über die Notwendigkeit einer Maschenprobe

  1. Pingback: Leinen-Sommerpullover | Anna's Hirnfasching

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